Flusskrebse im Spessart

Am 24.07.2011 führte uns der inzwischen pensionierte Förster Hubert Gebhard zu einigen Rothenbucher Wald-Teichen. Bereits vor 250 Millionen Jahren gab es Krebse auf der Erde. Sie zählen damit zu den ältesten Lebewesen der Erde. In Bayern sind zwei Arten heimisch - der Steinkrebs und der Edelkrebs (auch Flusskrebs, Astacus astacus). In den 50er Jahren galt der Flusskrebs in Deutschland praktisch als ausgestorben. Neben der immer mehr zunehmenden Wasserverschmutzung durch Industrie und Landwirtschaft sorgte die durch Amerikanische Krebsarten eingeschleppte Krebspest für ein fast völliges verschwinden der einheimischen Krebse.

Als Hubert Gebhard vor 25 Jahren im Archiv des Rothenbucher Forstamt - mit über 500 Jahren, das älteste Bayerns - alte Unterlagen von 1793 in die Hände fielen, die belegen dass Krebse aus dem nahen Hafenlohr ans Schloss-Aschaffenburg geliefert wurden, beschloss er Flussrebse wieder im Spessart heimisch zu machen.

Heute gibt es die Krebse wieder in maßen im Spessart. Hubert Gebhard konnte in den letzten Jahren sogar mehrere Tausend Tiere in ganz Deutschland zur Wiederansiedlung abgeben.

Eine Erfolgsgeschichte!

24.07.2011

Jörg Schiener





Zurück zu den Aktivitäten